15. Januar 2015

Es ist soweit! Der neue Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist gewählt!

Mehr als ein halbes Jahr nach den Hochschulwahlen wurde am 14. Januar 2015 der neue AStA gewählt. Dem vorausgegangen waren unzählige Gespräche mit allerlei hochschulpolitischen Gruppierungen. Am Ende konnte sich nun eine Koalition aus den Listen Campusgrün, Partei mit Geheimnamen (PMG), Sozial-Aktiv-International (SAI), Juso Hochschulgruppe und Die Linke.SDS.

Aus unseren Reihen wurden Zeynel Sahin (Referat: Politische Aufklärung & Interkulturalität) und Robert Käuper (Referat: Hochschulpolitik Extern) gewählt. Sahin wurde mit 14 ja, 3 nein und einer Enthaltung gewählt. Robert Käuper erhielt 12 ja und 6 nein Stimmen. „Ich freue mich sehr darauf, mich erneut im AStA einbringen zu können. Meine bisherige Erfahrung möchte ich dem ganzen Team zur Verfügung stellen. Ich hoffe, dass ich mit meinem Referat die Studierenden wieder für Politik interessieren kann.“

Mit der Wahl Sahins und Käupers wird es auch eine Veränderung in der Linksfraktion des Studierendenparlamentes geben. Als neuer Parlamentarier rückt David Henrich nach. „Ich bin sehr auf die Arbeit im StuPa gespannt, da es für mich das erste Mal ich einem solchen Gremium ist.“

27. Oktober 2014

Aktionswoche gegen den IS-Terror an der Universität Paderborn

Sympathisanten des sogenannten Islamischen Staates (IS früher ISIS) haben in der vergangenen Woche die Homepage der Hochschulgruppe „Kurdische Studierendenvereinigung in Paderborn“ (KurdS-PB) gehackt. Dabei haben sie die Flagge des IS sowie in türkischer Sprache den Text „Kafirlere de ki: Yenilecek ve cehenneme sürüleceksiniz': orası ne fena bir barınaktır“ (wörtliche Übersetzung: „Sprich zu den Ungläubigen: Ihr sollt besiegt und zur Hölle versammelt werden; dies ist eine schlimme Lagerstätte!“) auf die Startseite hochgeladen.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass der kurdischen Hochschulgruppe KurdS-PB an der Universität mit Gewalt gedroht wird. In den letzten Jahren wurden die Studierenden des Öfteren von türkischen Nationalisten (Grauen Wölfe und/oder Kemalisten) bedroht, wenn sie politische Aufklärungsarbeit oder kulturelle Veranstaltungen organisiert haben. So haben zum Beispiel mehrere Sympathisanten der türkisch-nationalistischen Partei MHP (bekannt als Graue Wölfe) im Jahre 2011 der Hochschulgruppe gedroht, sollte ein von der kurdischen Hochschulgruppe organisiertes Theaterstück in der Studiobühne stattfinden, wären sie zu allem bereit, um diese Aufführung zu verhindern.

 

„Trotz der ganzen Repressalien und Schwierigkeiten werden wir uns in unserer Arbeit nie einschüchtern lassen und werden das auch in Zukunft nicht tun. Wir erhoffen uns in dieser Hinsicht sowohl Rückendeckung vom AStA, als auch vom Präsidium der Universität Paderborn“, so der Vorsitzende der kurdischen Hochschulgruppe.”

 

Vor diesem Hintergrund und der aktuellen Lage in der Krisenregion des Irak und Syriens hat sich die Hochschulgruppe „Kurdische Studierendenvereinigung in Paderborn“ (KurdS-PB) dazu entschlossen, Aufklärungsarbeit zu leisten. Daher wird zum einen ein Infostand im Bibliotheksfoyer der Universität Paderborn eingerichtet, der von Dienstag, den 28. Oktober bis Donnerstag, den 30. Oktober, von 11:00 bis 14:00 Uhr besetzt sein wird. Hier können sich Interessierte über die aktuelle Lage in Syrien und im Irak informieren. Zudem wird ihnen an dieser Stelle die Möglichkeit geboten, für die unabhängige Organisation „Verband Kurdischer Ärzte“ zu spenden und somit ihren Teil für die Verbesserung der sozialen und medizinischen Situation der Menschen in diesem Krisengebiet beizutragen.

 

Darüber hinaus findet am Mittwoch, dem 29. Oktober, ein Vortrag von Zeya Mirza zum Thema „Der IS – Terror in Syrien und im Irak am Beispiel von Şingal und Kobanê“ um 19:00 Uhr im Raum C4. 208 der Universität Paderborn statt. Weitere Infos gibt es HIER.

 

Am 1. November, dem Feiertag „Allerheiligen“, findet zudem als Abschluss dieser Reihe eine Demonstration gegen den IS – Terror in Paderborn statt. An diesem Tag der Trauer werden wir nicht vergessen, aller Menschen zu gedenken, die dem IS zum Opfer gefallen sind. Treffpunkt der Demonstration ist der Paderborner Hauptbahnhof um 14:00 Uhr. Anschließend soll eine Mahnwache vor dem Paderborner Rathaus abgehalten werden.
Weitere Infos gibt es HIER.

 

Alle Interessierten sind herzlichst eingeladen!

 

Aktionswoche gegen den IS-Terror

21. August 2014

Stellungnahme zu den Ereignissen im Irak und in Syrien

Als Anfang August die islamistische Terrororganisation „Islamischer Staat – IS“, früher bekannt als „Islamischer Staat im Irak und in Syrien – ISIS“, den Norden des Iraks überfiel, war kaum jemandem klar, wie brutal, gewaltsam und kaltblütig diese Organisation überhaupt ist.

 

Jeder, der nicht in das Weltbild der IS passt oder sich weigert sich diesem zu unterwerfen wird auf brutalster Weise getötet. Dabei macht diese Terrororganisation keinen Unterschied zwischen Männern, Frauen und Kindern. Regelrecht in einer Art von Blutrausch werden hunderte Menschen auf bestialische Weise getötet.

 

Hunderttausende Menschen sind nun auf der Flucht vor dem IS und benötigen dringend humanitäre Hilfe! Nicht Waffen, sondern Unterkünfte, Medizin, Wasser und Nahrungsmittel sind von höchster Priorität! Was passiert, wenn der Westen bzw. Länder wie Saudi-Arabien, Katar oder die Türkei Waffen liefern, sieht man jetzt in Syrien und im Irak. Wurden zunächst „gemäßigte Rebellen“ im Kampf gegen die Assad-Regierung durch besagte Staaten unterstützt, spaltete sich die sog. Opposition schnell und Terrororganisationen wie Al-Qaida, Al-Nusra und letztendlich der „Islamische Staat“ erlangten die Oberhand im syrischen Bürgerkrieg. Die Folgen für die Menschen sind bekannt. Daher fordern wir einen Stopp aller Waffenlieferungen in Krisengebiete, aber auch in Ländern, die den „Islamischen Staat“ unterstützen! Auch eine Waffenhilfe an die kurdische Autonomieregion im Nordirak lehnen wir ab, da diese unter dem Präsidenten Masud Barzani eigene, persönliche Machtinteressen vertritt. So beteiligt sich Barzani an dem  türkischen Embargo gegen Rojava, die kurdische Region im Norden Syriens.

 

Des Weiteren ist es für uns unverständlich, dass der „Islamische Staat“ noch immer legalen Status in Deutschland, aber auch anderen europäischen Staaten, hat. Während die PKK (Türkei) und Einheiten der YPG (Syrien) gemeinsam einen Fluchtkorridor für die Menschen in Shingal garantiert, werden diese Organisationen politisch bekämpft, ignoriert und als Terroristen auf Listen geführt werden. Dabei sind es diese Gruppen, die tausenden Menschen helfen und vor dem IS-Terror schützen. Gerade die YPG konnte sich und andere Menschen in der Vergangenheit erfolgreich gegen Einheiten des IS und Al-Nusra schützen.

 

Sicherheit für die Menschen in den kurdischen Siedlungsgebieten von Syrien, Irak und Türkei kann langfristig nur durch einen eigenen kurdischen Staat garantiert werden. Dies setzt aber auch eine kurdische Einheit voraus. Diese ist mit Menschen wie Masud Barzani nicht möglich!

 

Als Linksjugend [’solid] Paderborn und Die Linke.SDS Paderborn fordern wir:

 

  • Sofortige humanitäre Hilfe im großen Stil für die Menschen in den betroffenen Gebieten in Syrien und im Irak
  • Beendigung der Blockade Rojavas/Syrien durch die Türkei und der Autonomen Region Kurdistans (Irak)

  • Unbürokratische Aufnahme von Menschen aus der betroffenen Regionen (Unterstützung der hier lebenden Eziden, Suryoye, Aleviten usw.)

  • Stopp aller Waffenlieferungen weltweit, insbesondere an Ländern, die den „Islamischen Staat“ unterstützen

  • Verbot und strafrechtliche Verfolgung des IS in Deutschland und weltweit

16. Oktober 2014

ACHTUNG Studierende!

Mit dem neuen Semester (WS 2014/2015) ist auch das neue Hochschulzukunftsgesetz (HZG) in Kraft getreten. Viele von euch werden jetzt denken "Ja, und?". Mit dem HZG wird es eine große Änderung geben, die euch alle betrifft!

 

Mit dem neuen HZG wurde nun endlich die längst überholte und altertümliche Anwesenheitspflicht abgeschafft!

 

Geregelt ist dies in § 64 II a HZG:

"Eine verpflichtende Teilnahme der Studierenden an Lehrveranstaltungen darf als Teilnahmevoraussetzung für Prüfungsleistungen nicht geregelt werden, es sei denn, bei der Lehrveranstaltung handelt es sich um eine Exkursion, einen Sprachkurs, ein Praktikum, eine praktische Übung oder eine vergleichbare Lehrveranstaltung."

 

Solltet ihr dennoch DozentInnen haben, die nach wie vor Teilnahmelisten führen, dann weist diese auf das neue Gesetz hin. Ihr könnt euch aber auch bei eurer Studierendenvertretung (dem AStA), den Fachschaften oder den verschiedenen hochschulpolitischen Gruppierungen, wie bspw. Die Linke.SDS, wenden.

 

Weitere Informationen gibt es hier.

 

Das HZG gibt es wiederum hier.

 

 

11. August 2014

Mahnwache für Shingal!

Sollte die Mahnwache nicht vor dem Rathaus stattfinden, wird diese auf dem Platz vor der Westernkirche stattfinden.