13. Juni 2014

Stellungnahme zur Präsidentschaftswahl an der Universität Paderborn

Wie aus der gestrigen (12.06.14) Lokalpresse zu entnehmen war, steht der neue Präsident der Universität Paderborn so gut wie fest. Mit Wilhelm Schäfer bekommt die Universität Paderborn einen Präsidenten mit klarer Verankerung in der Wirtschaft. Die Wahl Schäfers durch den Hochschulrat überrascht nicht, wenn man bedenkt, wer alles in dieser - nicht legitimierten - Institution vertreten ist. So sitzen dort beispielsweise Hubertus Benteler (Benteler AG) und Dr.-Ing. Herbert Hanselmann (dSpace GmbH). Aus der Universität selber sitzen u. a. im Hochschulrat Prof. Dr. math. Friedhelm Meyer auf der Heide (Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik) und Prof. Dr. rer. nat. Leena Suhl (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften). Insgesamt haben fünf der acht Mitglieder des Rates einen direkten bzw. indirekten Bezug zur Wirtschaft. So ist es auch kaum verwunderlich, warum der designierte Universitätspräsident aus der entsprechenden Richtung kommt.

„Wir bedauern diese Entscheidung sehr und befürchten, dass die hiesige Universität dem Trend zur Ökonomisierung weiter und stärker folgen wird. Dies hätte auch direkte Folgen für die Studierendenschaft, insbesondere für die der Fakultät für Kulturwissenschaften.“ so Manuel Leyva, Sprecher der Hochschulgruppe Die Linke.SDS Paderborn. Leyva weiter: „Mit Prof. Dr. Volker Peckhaus hätte die Universität einen durchaus fähigen Präsidenten bekommen. Gerade Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität hätten davon profitiert. Hier sei besonders auf seine Statements zu schlankeren Studienordnungen, Ablehnung der Entwicklung zu einer Art technischen Universität sowie mehr unbefristeter Arbeitsstellen hingewiesen.“